2026-02-09 reading time 4 minutes

Fallstudie: Verbesserung der Notfallmedizin dank GINA-Tablets in Liberec

Über die Ausbildung

Bei Rettungsdienst-Einsätzen zählt jede Minute. Wenn jemand die 155 (die nationale Notrufnummer für medizinische Hilfe in Tschechien) anruft, muss der Dispatcher die Situation schnell einschätzen, die entsprechenden Einheiten zuweisen und sie so schnell wie möglich zum Einsatzort lotsen.

In der Region Liberec haben die Rettungsdienste ihre Koordinations- und Kommunikationssysteme kontinuierlich verbessert, um sicherzustellen, dass Hilfe genau dort ankommt, wo sie benötigt wird, und zwar ohne Verzögerung. 

Im Rahmen einer P155-Schulungsübung demonstrierten Disponenten und Rettungskräfte, wie die in Smart CAD integrierten GINA-Tablets einen schnellen, präzisen und zuverlässigen Einsatz unter realen Bedingungen ermöglichen.

Diese Schulung verdeutlichte nicht nur die Funktionsweise des Systems im täglichen Betrieb, sondern auch, wie die Technologie den Teams hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Leben zu retten.

Die Herausforderungen der traditionellen Kommunikation

Vor dem Aufkommen moderner digitaler Lösungen stützten sich Disponenten häufig auf Funkkommunikation und handschriftliche Notizen, um den Standort und Status von Krankenwagen zu verfolgen. Dies warf mehrere Probleme auf, darunter:

  • Eingeschränkte Echtzeit-Sichtbarkeit des Standorts der Einheiten und ihres aktuellen Status.
  • Das Risiko von Fehlkommunikation oder Verzögerungen bei dringenden Anrufen.
  • Die Verwaltungsformalitäten und mühsamen manuellen Berichte für die Rettungsdienstteams nach jedem Einsatz.

Trainingsübungen wie P155 in Liberec dienen dazu, das System unter realistischen Bedingungen zu testen und Bereiche zu identifizieren, in denen die Technologie zu reibungsloseren, schnelleren und sichereren Abläufen beitragen kann.

Wie das System in der Praxis funktionierte

Während der Schulung P155 in Liberec nutzten die Rettungsdienstteams GINA-Tablets als wichtigstes Einsatzinstrument vor Ort. Jeder Schritt des Einsatzes, vom Eingang des Notrufs bis zum Ende des Einsatzes, wurde direkt über das Tablet verwaltet. Sobald sie mit dem Smart CAD-Einsatzleitsystem verbunden sind, werden die Tablets in einen vollständig digitalen Notfall-Workflow integriert, der die Teams vor Ort und die Disponenten in Echtzeit miteinander verbindet.

Als die Notrufnummer 155 gewählt wurde, gab der Dispatcher die Details des Vorfalls in Smart CAD ein, darunter die Art des Notfalls, den Ort und den Zustand des Patienten. Smart CAD identifizierte daraufhin automatisch die nächstgelegene verfügbare Einheit und sendete den Einsatzauftrag direkt an das Tablet des Teams. Bevor sie am Einsatzort eintrafen, hatten die Teams vor Ort bereits einen vollständigen Überblick über die Situation und wussten genau, was sie erwartete, einschließlich kritischer Punkte wie Defibrillatoren, Hydranten und Krankenhäuser in der Nähe.

Das integrierte Navigationssystem führte sie auf der schnellsten Route und aktualisierte sich kontinuierlich, wenn sich die Bedingungen änderten. Dank der sofortigen Verfügbarkeit aller Informationen konnten die Teams ohne Verzögerungen oder manuelle Koordination reagieren. Bei Bedarf nutzten sie die Push-to-Talk-Funktion (PTT), um in direktem Kontakt mit der Leitstelle zu bleiben. 

Im Laufe des Einsatzes aktualisierten die Teams ihren Status (z. B. unterwegs oder vor Ort) direkt auf dem Tablet. Die Rettungssanitäter konnten auch Fotos austauschen oder Live-Videos vom Einsatzort übertragen, sodass die Disponenten einen sofortigen Überblick über die Situation erhielten. Diese reibungslose Verbindung ermöglichte es, ein gemeinsames Lagebild zu erstellen, das schnellere und fundiertere Entscheidungen ermöglichte.

Nach Abschluss des Auftrags füllten die Teams ihren digitalen Bericht direkt auf dem Tablet aus. Alle Informationen, einschließlich Zeitstempel, Notizen und Auftragsdetails, wurden automatisch im System gespeichert, wodurch der Papierkram reduziert und die Genauigkeit der Dokumente gewährleistet wurde.

Wichtigste Ergebnisse

Die in Liberec organisierte Schulung hat deutlich gezeigt, wie wichtig die digitale Koordination bei Notfalleinsätzen ist:

  • Schnellere Reaktionszeiten, da die Teams vor ihrer Ankunft umfassend informiert und durch ein Echtzeit-Navigationssystem geleitet werden.
  • Echtzeit-Situation für Disponenten dank automatischer Status-Updates und Live-Daten aus dem Außendienst.
  • Vereinfachte Kommunikation dank Push-to-Talk (PTT)-Funktion und Multimedia-Sharing, die auch in Stresssituationen für optimale Klarheit sorgen.
  • Reduzierung des Verwaltungsaufwands durch den Ersatz von Papierformularen und manueller Dateneingabe durch digitale Berichte.
  • Ein gemeinsames operatives Bild mit Live-Kartografie und Points of Interest, das schnellere und sicherere Entscheidungen unter dynamischen Bedingungen ermöglichte.

Diese Übung hat bestätigt, dass ein vernetzter digitaler Arbeitsablauf die Schnelligkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Notfalleinsätzen erheblich verbessern kann. Dank klarer Kommunikation und Echtzeitinformationen konnten sich die Rettungskräfte voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren. 

Michal Bušek
Article author Michal Bušek Marketing Specialist
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